Überhorizont-Radare (OTHRs) sind seit vielen Jahren die Hauptursache von Störungen, die unsere Amateurfunk-HF-Bänder beeinträchtigen. Im Jahr 2025 war nicht nur ein allgemeiner Anstieg zu beobachten, sondern auch eine Diversifizierung der OTHR-Verfahren. Diese Diversifizierungen betrafen nicht nur Änderungen der Übertragungsbandbreite, der Pulswiederholfrequenz (PRF) und die Verwendung neuer Frequenzen, sondern auch die Art und Weise, wie die Emissionen übertragen werden, wie beispielsweise die Verwendung von Frequenzsprungverfahren. Dies hat in den meisten Fällen eine Erhöhung des Störungsniveaus im Vergleich zu den leider bereits bekannten und üblichen Übertragungen dieser Radargeräte zur Folge. So macht etwa das Frequenzsprungverfahren es innerhalb eines Amateurfunkbands für Funkamateure extrem schwierig, den durch die Radaraussendungen betroffenen Teil des Bands zu meiden. Die Abbildung zeigt das russische OTHR "Contayner" im 40-m-Band (über 50 Minuten), die Bandbreite beträgt 12 kHz bei 40 Pulsen pro Sekunde. Belegt werden, bedingt durch das Frequenzsprungverfahren, insgesamt 170 kHz. Quelle: IWS-Newsletter der IARU Region 1; dieser ist im Referatsbereich DARC Intruder Monitoring verlinkt: www.darc.de/der-club/referate/intruder-monitoring/. Zur Lage folgt auch ein ausführlicher Bericht in der Februar-Ausgabe der CQDL.