Im Amateurfunk bezeichnet man als „Ego-Bake“ scherzhaft oder kritisch eine nicht koordinierte Bake, die primär nicht zur technischen oder wissenschaftlichen Nutzung dient, sondern vor allem dazu, dass der Betreiber „sein Rufzeichen in die Welt hinausschickt“ – also eher zur Selbstdarstellung als zum praktischen Nutzen für die Gemeinschaft. Daher der Name. Sie sind vor allem im 30-m-Band (aber nicht nur dort) zu beobachten, vor allem aus Südeuropa (=> siehe Screenshot dazu: IZ3DVW/B auf 10129,5 kHz). Baken-Politik der IARU Region 1 Unbestritten ist: Amateurfunkbaken haben für viele Jahre einen wertvollen Dienst für Funkamateure und KW-Hörer dadurch geleistet, indem sie als Indikator für die Verfügbarkeit von bestimmten Ausbreitungswegen oder als Grundlage für Ausbreitungsstudien dienten. Aus diesem Grund sind auch bestimmte Frequenzsegmente im IARU-Bandplan auf den Bändern zwischen 14 und 28 MHz für Baken reserviert. Warum nur oberhalb von 14 MHz? Es ist die allgemeine Auffassung der nationalen Verbände innerhalb der IARU Region 1, dass dauernd laufende Baken auf den Bändern zwischen 1,8 MHz und 10 MHz unnötig sind, sie Störungen beim normalen Funkbetrieb bewirken, und sie dadurch andere verärgern, auch wenn sie nur kleine Leistungen benutzen. Fazit Eine „Ego-Bake“ wird als Selbstzweck betrachtet – ähnlich wie ein Werbeschild im Äther. Ego-Baken verwässern den Amateurfunkgedanken, der eigentlich auf Forschung, Technik und Völkerverständigung abzielt.