Fieldday auf dem Mooshof

Der kleine Mooshof

“Der kleine Mooshof” ist etwa 180 Jahre alt und wurde ursprünglich als Leib- gedinghaus zum “Großen Mooshof”, der sich in unmittelbarer Nähe befin- det, verwendet. Er liegt ca. 8-9km von Gengenbach im Ortsteil Reichenbach- Sondersbach. Bis zur Pachtübernahme durch die Bürgergarde Gengenbach diente das Haus Jahrzehnte als Unterkunft für Forstarbeiter.

Das Gebäude und die umgebenden Fluren sind in Staatsbesitz und werden vom Forstamt Gengenbach verwaltet. Die Bürgergarde Gengenbach hat den Mooshof im Jahre 1966 in Pacht genommen. Bei Übernahme des Hofes, war dieser einem abruchreifen, desolaten Zustand. In mühevoller Arbeit wurde der komplette Hof vom Keller bis zum Dach von handwerklich begabten Mit- gliedern renoviert. Die Gesamtleistung der Mitglieder betrugen 2000 Arbeits- stunden. Auch war diese Renovierungsaktion nur Dank zahlreicher Spenden der Mitglieder aber auch der Geschäftswelt Gengenbachs möglich.

Der Mooshof diente den Mitgliedern der Bürgergarde lange Zeit als Wochen- end- und Ferienheim. Im Kreis der Bürgergarde hatte “der kleine Mooshof” den Namen “Moosklause” in Anerkennung an den ersten Hüttenwart Klaus Frenssen und seiner Gattin Anna.

Im Laufe der Zeit wurde und wird der Mooshof auch an Gruppen und Ve- reine vermietet, wobei ein Mitglied der Bürgergarde als sich als “Hüttenwart” verantwortlich zeichnen muss, d. h. Ihm sind die Personen bekannt, er ist beim Hüttenaufenthalt oder zumindest bei der Abnahme des Hofes an- wesend. Somit ist gewährleistet, dass nachfolgende Gruppen die Hütte in einem einwandfreien Zustand antreffen, evtl. Beschädigungen sofort er- kannt und schnellstmöglich behoben werden.

Anfang der 90-er Jahre erfuhr “der kleine Mooshof” erneut Renovierungs- maßnahmen. Das “Plumpsklo”, wie es früher üblich war, wurde vergrößert und in eine moderne Toilette mit Spülung verwandelt. Die schmucke Einbau- küche, ein rustikaler Aufenthaltsraum mit Kachelofen, die kleine Stube und Schlafgelegenheiten für 19 Personen laden förmlich zu einem Aufenthalt ein.

Anschrift

Kleiner Mooshof
Sondersbach 15
77723 Gengenbach

 

Die Moos

Die Moos ist ein Gebirgszug im Mittleren Schwarzwald. Die höchsten Erhebungen sind der 877,5 m hohe Siedigkopf und der 871 m hohe Mooskopf. Die Moos ist der Hausberg von Gengenbach und Oppenau. Die Moos trennt das Renchtal in Ost-West-Richtung vom Kinzigtal. Gleichzeitig entspringen ihr in Nord-Süd-Richtung das ehemalige freie Reichstal Harmersbach und das Nordrachtal.

Der Mooskopf

Auf dem Mooskopf steht der 1890 errichtete Moosturm, ein Aussichtsturm, der vom Schwarzwaldverein unterhalten wird. Der Orkan Lothar richtete am 26. Dezember 1999 auf dem Moos- und Siedigkopf schwere Schäden an. Zuvor waren die Gipfel dicht mit hochstehenden Fichten und Tannen bewaldet, so dass vom Aussichtsturm kaum eine Fernsicht über die Baumspitzen möglich war. Nachdem der Sturm den Baumbestand komplett zerstört hat, wächst anstelle der vormaligen Monokultur ein wesentlich bunterer und artenreicherer Wald heran.

Der Moospfaff

Der Moospfaff soll einst ein Pater aus dem Bergkloster Allerheiligen gewesen sein, der bei einem Versehgang (letzte Ölung) zum Moosbauer, in finsterer Nacht, das Allerheiligste (Hostie) aus seiner Bursa (Beutel) im Wald verloren hat. Seit der Zeit sucht er es vergebens. Er kann keine Ruhe finden, bis er es gefunden hat. Heulend und jammernd irrt er als Geist durch die Moos, erschreckt die Menschen und spielt ihnen Streiche.